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05. April 2011

Sondersitzung der Ministerpräsidenten zum Glücksspiel- und Sportwettenmonopol FDP-Medienexpertin SANDT: "Sportwettenmarkt durch Erlaubnismodell liberalisieren"

"Jugendschutz, Manipulationsschutz und eine Abgabe für gemeinnützige Zwecke - dies müssen die Kriterien für die Anbieter von Sportwetten sein." Das betonte die medien- und jugendpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Julika Sandt (München) anlässlich der bevorstehenden Sondersitzung der Regierungschefs am morgigen Mittwoch in Berlin. Die bayerische FDP-Fraktion fordert die Liberalisierung des Marktes für Sportwetten im Rahmen eines Erlaubnismodells. "Was wir ablehnen, ist ein Konzessionsmodell mit einer begrenzten Anzahl von Konzessionen. Jeder Anbieter, der bestimmte Voraussetzungen erfüllt, muss eine Konzession bekommen. Als Voraussetzungen für eine solche Erlaubnis sehen wir unter anderem an, dass sich der Veranstalter in der Bundesrepublik niederlässt, einen Teil des Bruttospielertrags für gemeinnützige Zwecke abführt, den Jugendschutz durch Altersverifikationen sicherstellt und sich vom Staat beaufsichtigen lässt", so Sandt wörtlich.

Die liberale Medienexpertin wies darauf hin, dass die Ministerpräsidenten klären müssen, wie die Einnahmen an die einzelnen Länder verteilt werden und wie die Spielerdaten zu schützen sind.

Julika Sandt stellte klar, dass das staatliche Lottomonopol nicht in Frage steht. "Allerdings fordern wir ein Werbeverbot von Lotto- und Glücksspiel im Bereich der sogenannten Quengelware. Kinder dürfen nicht zum Glücksspiel animiert werden."

Sandt mahnte dringend eine entsprechende Entscheidung der Ministerpräsidenten in Berlin an. "Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass die Leute derzeit bei Unternehmen mit Sitz im Ausland spielen - und dort gelten die notwendigen Regelungen zum Jugend- und Spielerschutz überhaupt nicht. Wir müssen uns unsere Handlungsfähigkeit zurückholen."
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