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04. Juli 2013

Pressefreiheit für Schülerzeitungen - FDP-Medienexpertin SANDT: „Aufklärung statt Zensur“

München, 04.07.2013 (pa). „Auch für Schülerzeitungen muss die Pressefreiheit gelten, denn nur in Freiheit lernen junge Redakteure Verantwortung zu übernehmen", so Julika Sandt (München), medienpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag. Eine Studie der JPB (Junge Presse Bayern) hatte ergeben, dass sich mehr als ein Drittel der bayerischen Schülerzeitungen an Gymnasien und Realschulen von Zensur durch Schulleitung und beratende Lehrkräfte betroffen sieht.

 

In wie vielen Fällen tatsächlich Zensur stattgefunden hat und in wie vielen Fällen z.B. Persönlichkeitsrechte zu schützen waren, ist zwar nicht eindeutig feststellbar. Sandt meint aber: „Jeder Fall ist einer zu viel! Weder echte Zensur ist hinnehmbar noch gefühlte Zensur, weil journalistisch engagierte Schüler nicht über ihre presserechtlichen Pflichten aufgeklärt sind. Offensichtlich besteht bei Schulleitern, Lehrern und Schulzeitungsmachern ein hoher Aufklärungsbedarf über ihre Rechte und Pflichten. Aus diesem Grund ist der heute im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags beschlossene Antrag für ein Konzept zur Vermittlung des Bayerischen Pressegesetzes (BayPrG) sowie von Presseethik für bayerische Schülerzeitungsverantwortliche der richtige Weg."

Der von Sandt initiierte Landtagsbeschluss sieht vor, dass das Konzept der Bayerischen Staatsregierung zur journalistischen und rechtlichen Aufklärung der Schülerzeitungsredakteure weiterentwickelt wird. Der Informationsbedarf von
Schülerzeitungsredaktionen aller Schularten, Betreuungslehrern und Schulleitungen soll abgefragt und auf dieser Basis ein Schulungsangebot erarbeitet und umgesetzt werden. Darüber hinaus muss das Staatsministerium für Unterricht und Kultus (StMUK) auf seiner Homepage künftig Informationen zu den Themen "Schülerzeitung", "Presserecht" und "Presseethik" schülergerecht aufarbeiten. „Auch die rechtlichen Rahmenbedingungen, um Schülerzeitungen online zu publizieren sollen in die Aufklärungskampagne mit einbezogen werden", stellt Sandt klar. „So unterstützen wir effektiv unseren journalistischen Nachwuchs darin, den richtigen Grundstein für die Zeitung von morgen zu legen."
 


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